simulative privatsphäre
Aus dem Thema “Ort der Geborgenheit” wurde die Suche danach.
Suche nach Worten:
- Geborgen – Zuhause – Zweisamkeit – Erinnerungen – Gemeinsamkeit
Wörter wurden in Menschen und Plätzen gesucht. Doch noch viel stärker wurde ständig hinterfragt, ob es DEN Ort der Geborgenheit überhaupt gibt.
Ich ging vom Allgemeinen aus.
- Geborgen fühlt man sich meist zuhause
- Zuhause lebt die Mehrheit der Bevölkerung in Mehrparteienhäusern
Doch:
Im Zeitalter der Anonymität beginnt man sich abzukapseln. Man kennt seinen Nachbarn nicht mehr. Man beschäftigt sich mit Dingen, die Gemeinschaften ersetzen versuchen. Internet, Fernsehen, etc.
Die Vercomputerisierung der Modernität hat zur Folge, dass man immer und überall geortet werden kann. Verfolgt von Kameras. – Big Brother is watching you – Du bist nicht allein.
Aber trotzdem fühlt man sich nicht geborgen. Wieso?
Die Floskeln wie “Früher war alles besser”, ” die guten alten Zeiten” hört man immer öfter und sind Ausdruck von Sehnsucht. Man sehnt sich nach Geborgenheit, nach einem Ort/einer Zeit, an dem/in der man sich wohl fühlt.
Doch für die meisten Menschen ist der Ausweg aus dieser Anonymität nicht mehr möglich. Man ist determiniert.
Um diesen Weg der Auswegslosigkeit zu transportieren habe ich die Bilder sehr körnig und kontrastreich gewählt um die Diskrepanz zwischen dem Abgebideten und der Sehrnsucht nach einem anderen Ort/Zeit darzustellen.
Paarweise präsentiert schaffe ich einen Gegensatz zum Abgebildeten und dem Wort “Gemeinsam” (Paarweise).
Somit ergibt sich ein Gedankenchaos aus Worten, die bei den Bildern im Mittelpunkt stehen:
Geborgen/Verloren/Zweisam/Einsam/tiefe/Höhe/Ort/Zeit/Nirgendwo/Irgendwo/Farbe/Kontrast
“Eine Allgemeinschaft?”
“Gemeinsam zur Vereinsamung”
Wo und wer bin/bist/ist ICH/DU/ER/SIE ES ?









